28.11.2014, Quelle:www.bmbf.de
OLED-Installation im Neubau des Bundesforschungsministeriums
In der Eingangshalle des neuen Gebäudes des Bundesministeriums für Bildung und 
Forschung (BMBF) informiert eine außergewöhnliche Installation über die Lichttechnik 
von morgen: robOLED - eine Wand aus insgesamt 1.152 kleinen, rechteckigen 
Organischen Leuchtdioden. Das Projekt stellt eine beispielhafte Kooperation von 
Hightech-Industrie und Maker-Community dar.

Der Neubau des Bundesbildungsministeriums am Berliner Kapelle-Ufer 1 erfüllt mit seinem 
effizienten Energiekonzept höchste Energiestandards und setzt deutschlandweit Maßstäbe 
für nachhaltige Bürobauten. Die Energieversorgung basiert auf einer intelligenten Vernetzung 
der einzelnen Anlagenkomponenten und eines Blockheizkraftwerkes zur Strom-, Kälte und 
Wärmeerzeugung. Photovoltaikanlagen auf den 22 Meter hohen Dächern und an der Fassade 
liefern zusätzlich Strom.

Ein innovatives LED-Beleuchtungssystem in allen Etagen und Räumen trägt zugleich zur 
Senkung des Stromverbrauchs bei. So kann der Anforderungswert der geltenden 
Energieeinsparverordnung für den Jahresprimärenergiebedarf des Gebäudes um über 70 
Prozent unterschritten werden. „Nicht nur unsere Forschung, auch unser Neubau trägt zur 
Energiewende bei. Wir fühlen uns in den nachhaltigen Räumlichkeiten sehr wohl“, sagte 
Bundesministerin Wanka bei der Eröffnung.




Die robOLED-Installation befindet sich direkt in der Eingangshalle des neuen BMBF-
Gebäudes in Berlin (Quelle: VDI TZ GmbH/Reiher)

Direkt in der Eingangshalle des neuen Gebäudes informiert zudem eine außergewöhnliche 
Lichtinstallation über die Lichttechnik von morgen: eine Wand aus insgesamt 1.152 kleinen, 
rechteckigen Organischen Leuchtdioden, sogenannten OLEDs.

Die Installation „robOLED“ stellt dabei eine beispielhafte Kooperation von Hightech-
Industrie und Maker-Community (technikaffine Bastler, Hacker, Künstler, Designer, 
Studenten etc. mit „Do-it-Yourself“-Grundprinzip) dar. Sie steht sinnbildlich für zwei 
Leitaspekte der neuen Hightech-Strategie der Bundesregierung: Der Nutzung von 
Schlüsseltechnologien zur Stärkung der Innovationsdynamik und der Förderung von 
Innovation durch gesellschaftliche Partizipation.

Die auffällige Installation ist eine 2,55 Meter lange und 1,40 Meter hohe Wand aus OLED-
Pixeln. Das Besondere an ihr: Mit Hilfe eines Roboterarms können die OLEDs über ein Tablet 
berührungslos angesteuert werden. Das Tablet und der Roboterarm befinden sich in einer in 
Steampunk-Optik gestalteten Vitrine, direkt neben der OLED-Installation an der Wand. 
Bedienungsknöpfe an der Vitrine laden Besucherinnen und Besucher ein, den Roboterarm in 
Aktion zu versetzen.





Die OLED-Wand ist mit Hilfe eines Roboterarms und eines Tablets ansteuerbar (Quelle: VDI TZ GmbH)

Die Installation wurde vom Bundesforschungsministerium mit der der Open Innovation-
Initiative „Make Light“ gefördert und von den Makern am FabLab Aachen in Zusammenarbeit 
mit der Philips Technologie GmbH geplant und verwirklicht. „robOLED ist eine einzigartige 
Symbiose aus modernster Hightech und Do-It-Yourself Enthusiasmus“, sagt der 
Wissenschaftler Jan Borchers, der das Projekt an der RWTH Aachen betreut hat, die 
Besonderheit des Projektes.

Die ursprüngliche OLED-Wand, ohne Ansteuerungsmöglichkeiten durch den Roboterarm, 
wird von Philips bereits kommerziell vertrieben. Sie wird über eine nicht-konfigurierbare App 
per Tablet angesteuert und verfügt als abgeschlossenes System über keine Schnittstellen 
nach außen. Genau hier kommen die Maker aus Aachen ins Spiel.

Im Sinne des Open Innovation-Gedankens war es ihnen wichtig, direkt auf die Wand 
zugreifen zu können. Daher haben sie ein Konzept entwickelt, bei dem ein frei 
konfigurierbarer Roboter die Steuerung des Tablets übernimmt. So ist die interaktive OLED-
Wand für weitere Projekte zugänglich und für neue, kreative Inhalte geöffnet. Umgesetzt 
wurde die „Roboterschnittstelle“ mit den typischen Mitteln der Do-it-Yourself-Bewegung: 
einer neuen, offenen Software für die App sowie Open Source Hardware und digitalen 
Fertigungstechniken wie 3D-Druck und Lasercutting für den Roboterarm und das Gehäuse.

Zur Demonstration wurde in einer ersten Anwendung eine Webschnittstelle installiert und 
eingebaut. Darüber können auf der OLED-Wand aktuelle Wetterdaten von verschiedenen 
Orten ausgegeben werden. Die Anzeige von Wetterdaten ist allerdings nur eine Möglichkeit 
von vielen. In kommenden Workshops sollen weitere Anwendungen durch die Maker-
Community entwickelt und auf der OLED-Wand in die Tat umgesetzt werden.


Created by zimmermann. Last Modification: Tuesday 02 of December, 2014 15:05:11 by zimmermann.

Media Computing Group at RWTH Aachen

Search

in: